Frauenbund

Einen positiven Rückblick über das Vereinsleben seit September 2021 gab Vorstandsmitglied Christina Schlembach bei der Mitgliederversammlung. Zunächst gedachte die geistliche Beirätin des Zweigvereins Rita Geißler der verstorbenen Mitgliedsfrauen.

Im Tätigkeitsbericht blickte Christina Schlembach auf die vielfältigen Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück.

Pandemiebedingt konnten manche traditionelle Veranstaltungen immer noch nicht stattfinden.

Der Weltgebetstag Anfang März wurde als Online- Gottesdienst gefeiert.

Im April jedoch konnte man bei „Da blüht uns was- Zauberhaftes im Leben“ Heiteres und Besinnliches in der Gärtnerei Carl live erleben.

Eine besonders gute Resonanz fand die Maiandacht, die im Freien auf dem Kreuzberg gefeiert wurde und musikalisch von Marlies Grollmann und Thomas Grön mitgestaltet wurde. Auf dem Maimarkt wurde zusammen mit der Kolpingsfamilie Kaffee ausgeschenkt und Kuchen verkauft.

Ein Vortrag mit dem Titel „Frauen worauf wartet ihr?“ über die Bewegung Maria 2.0 stieß auf weniger Resonanz, aber ein ausführlicher Zeitungsbericht brachte die Anliegen in die Öffentlichkeit.

Das Vorstandsteam gestaltete im Juli auch einen „Anders Zeit-Gottesdienst“ des pastoralen Raumes Marktheidenfeld.

Im Weltladen empfing das Vorstandsteam eine Abordnung des Dözesanverbandes und mit Sabine Slawik eine Vorstandsfrau auf Bundesebene, die mit dem Fahrrad verschiedene Ortsverbände besuchten. Nach einem Impuls über „Fairer Handel stärkt Frauen“ traf man sich noch zum Austausch und Abendessen im Pfarrheim.

Der spirituelle Abendspaziergang im Juli und besonders die Pilgerwanderung von Tauberbischofsheim nach Lauda- Königshofen im September waren sehr gelungen und die große Zahl an Teilnehmerinnen zeigte sich begeistert.

Zu Weihnachten und Ostern gab es für die Mitgliedsfrauen wieder einen Mutmach- Brief mit einem kleinen Geschenk. „ Wir sind nicht vergessen“, zeigten sich viele dankbar für diese Aufmunterung in einer Krisenzeit.

Der Erlös von 800 € aus verschiedener Veranstaltungen wurde gespendet an Solwodi,eine internationale Menschenrechts- und Frauenhilfsorganisation zur Beratung und Betreuung von Opfern von Menschenhandel, Zwangsprostitution und Beziehungsgewalt und für ein Frauenprojekt in Afghanistan.

Im Anschluss daran stellte Kassiererin Jutta Zenglein den Kassenbericht vor. 

Die Kassenprüferinnen bestätigten eine einwandfreie Kassenführung und beantragten die Entlastung des Vorstandsteams, die daraufhin einstimmig erfolgte.

Karin Schneider– Schüßler gab einen Überblick über die Aktivitäten des KDFB auf Diözesan-, Landes- und Bundesebene.

Sie zeigte die vielfältigen Bereiche auf, in denen die Gremien sich aktiv einbringen und bei so machen Anliegen Erfolge erzielen. „Ich bin begeistert über unseren so engagierten Verband“, lautete ihr Fazit.

Zum Schluss wurden die nächsten Veranstaltungen von Steffi Liebler vorgestellt.

Am 11. 10. findet eine Weinprobe unter dem Motto „Bibel und Wein“ statt.

Anmeldungen sind im Weltladen möglich.

Frauen pilgern auf dem Jakobsweg

Die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und die Erneuerung der katholischen Kirche sind die Hauptforderung der Bewegung Maria 2.0. In ihrem Vortrag machte Edeltraud Hann ihren Standpunkt zur katholischen Kirche deutlich.

Frauen worauf warten WIR?", mit diesem Ausruf endete der Vortrag am vergangen Mittwoch im Pfarrheim St. Laurentius in Marktheidenfeld. Das Aufbrechen vorherrschender Machtstrukturen und die Gleichberechtigung der Frau in der katholischen Kirche waren die allumfassenden Themen an diesem Abend. Diese lieferten den Besucherinnen reichlich Diskussionsstoff.

Der Zweigverein Marktheidenfeld des katholisch deutschen Frauenbunds (KDFB) hatte am 1. Juni 2022 zum Vortrags- und Diskussionsabend unter dem Motto "Frauen worauf wartet ihr? Maria 2.0" geladen. Seit einigen Jahren engagieren sich auch Mitglieder des KDFB Marktheidenfeld in der Bewegung Maria 2.0. Entsprechend viele Frauen waren der Einladung gefolgt und im Pfarrheim zusammengekommen.

In ihrem Vortrag umriss die Referentin Edeltraud Hann (Diözesanvorsitzende des KDFB im Bistum Würzburg) die Entwicklungen der Bewegung Maria 2.0. Seit der Gründung im Jahr 2019 identifizieren sich immer mehr Frauen mit der Reformbewegung, sodass sie einen stetigen Zuwachs an Unterstützerinnen und Unterstützern verzeichnet. Das Idealbild der katholischen Kirche von der schweigenden Maria sei überholt, so Hann. Weshalb es keinen passenderen Namen der Bewegung als "Maria 2.0" gebe. Wie Hann verdeutlichte, ist der Ruf nach Veränderung innerhalb der katholischen Kirche das Grundgerüst der Bewegung.

In den letzten Jahren beteiligte sich der Würzburger-Ableger der Bewegung an einigen Protestaktionen, wie dem Thesenanschlag an den Toren des Würzburger Doms oder der Mahnwache vor dem Neumünster im Mai 2019. Zuletzt veröffentlichte die Reformbewegung einen öffentlichen Brief an den Würzburger Bischof Jung.

"Maria 2.0" verkörpert ein neues Frauenbild innerhalb der Kirche. Die Bewegung fordert ein Ende des Patriarchats, die Aufarbeitung der sexuellen Missbräuche und die Zulassung zum Diakonat und zum Priesteramt für Frauen.

Die katholische Kirche müsse sich erneuern und diese Veränderung gehe von den Frauen in der Kirche aus: "Es kann kein 'Weiter so!' geben. Der Machtdiskurs in der Kirche muss geführt werden", machte Hann deutlich. Vor allem der Würzburger Bischof Franz Jung geriet in die Kritik der Referentin. Wie Edeltraud Hann berichtete, bekundete dieser in der Vergangenheit in einem Gespräch mit der Reformbewegung zwar Verständnis, jedoch verweigerte er seine offene Unterstützung. 

In der anschließenden Diskussionsrunde machten die Frauen ihrem Unmut Luft. Wie einige Besucherinnen anmerkten, dürfen Frauen in anderen Bistümern bereits die Taufe spenden. Dies bliebe den Gläubigen im Würzburger Bistum allerdings verwehrt. Auch die Tatsache, dass selbst in der heutigen Zeit bestens ausgebildete Theologinnen immer noch keinerlei Chance auf eine Priesterweihe hätten, stieß auf Unverständnis bei den Teilnehmerinnen.  

Hann rief die Besucherinnen dazu auf, weiterhin an die Veränderung zu glauben. Frauen müssten "von unten herauskommen", so die Diözesanvorsitzende. Einen politischen Vorschlag machte Karin Schneider-Schüßler, Mitglied des Vorstands KDFB Marktheidenfeld: Sie forderte ein Ende des Kirchensteuereinzugs durch die staatlichen Finanzämter. Ihre Forderung begründete sie mit dem Artikel 3 des Grundgesetzes, welcher die Gleichberechtigung der Geschlechter und das Verbot von Diskriminierung festlegt. Laut Schneider-Schüßler verstößt die katholische Kirche jedoch genau gegen diesen Artikel des deutschen Grundgesetzes. 

Zum Ende der Diskussion schlug Edeltraud Hann einen versöhnlichen Ton an. "Es muss in dieser Kirche Platz für alle sein", so die Vorsitzende. Es gebe neben den in Missbrauchsfälle verwickelten Geistlichen auch weiterhin gute Priester in der Kirche. Jedoch müsse es Frauen auch gestattet sein die Priesterweihe zu empfangen, verdeutlichte Hann abschließend.

KDFB Zweigverein Marktheidenfeld: Vielfältige Aktivitäten und Engagement für die Frauen in der Kirche

Einen positiven Rückblick über ein außergewöhnliches Jahr seit September 2020 gab Vorstandsmitglied Christina Schlembach bei der Mitgliederversammlung Anfang Oktober. Zunächst gedachte die geistliche Beirätin des Zweigvereins Rita Geißler der verstorbenen Mitglieder. Vor dem Rückblick konnte noch eine Spende in Höhe von 400 € an Christian Menig, Kirchenpfleger der Pfarrei Marktheidenfeld übergeben werden. Im Jahr 2020 feierte der KDFB Zweigverein sein 40-jähriges Jubiläum. „Was können wir Gutes tun und unsere Dankbarkeit zeigen?“, fragte sich das Vorstandsteam. Das Team entschied sich für einen Beitrag zur Renovierung der St. Laurentiuskirche, da der Pfarrei auch etliche Einnahmequellen weggebrochen sind.

Im anschließenden Tätigkeitsbericht blickte Christina Schlembach auf die vielfältigen Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück.

Mit einer „Mango-Engel“- Aktion dankte man im Dezember allen Beschäftigten in den Pflegeeinrichtungen für Senior*innen der Stadt. Mit finanzieller Unterstützung der kath. und evangel.Pfarrei, der Kolpingsfamilie, der Julius- Echter- Stiftung in Hafenlohr und dem Lionsclub konnen 520 Päckchen Mangoengel- Fruchtgummi aus dem Weltladen mit einem schönen Begleittext verteilt werden.

Ein schwerer Schlag war die Schließung der Krankenhausbibliothek Ende 2020. Sie wurde jahrzehntelang von Ehrenamtlichen unter der Leitung des Zweigvereins betrieben. Alle Proteste blieben wirkungslos.

Außergewöhnliche Umstände während der Pandemie haben auch besondere Wege der Gestaltung gefordert. So musste auf manche liebgewonnene Tradition verzichtet werden, aber Dank besonderer Kreativität konnten Veranstaltungen in anderer Form doch stattfinden. Eine Besonders gute Resonanz fand die Maiandacht, die im Freien auf dem Kreuzberg gefeiert wurde und musikalisch von Marlies Grollmann und Thomas Grön mitgestaltet wurde.

Der Kreuzweg durch die Stadt wurde anhand von einer Diashow in St. Laurentius gebetet, der ökumenische Weltgebetstag der Frauen fand als Online- Gottesdienst statt. Zu Weihnachten und Ostern gab es für die Mitgliedsfrauen einen Mutmach- Brief mit einem kleinen Geschenk.„ Wir sind nicht vergessen“, zeigten sich viele dankbar für diese Aufmunterung in einer schweren Zeit. Ein Höhepunkt war der Dankgottesdienst zum 40+1- jährigen Jubiläum, der im Juni noch unter strengen Vorlagen gefeiert wurde. Der spirituelle Abendspaziergang im September und besonders die Pilgerwanderung von Gamburg nach Tauberbischofsheim waren sehr gelungen und die große Zahl an Teilnehmerinnen zeigte sich begeistert.

Im Anschluss daran stellte Kassiererin Jutta Zenglein den Kassenbericht vor. Die Kassenprüferinnen Elfi Schnarr und Monika Pflaum bestätigten eine einwandfreie Kassenführung und beantragten die Entlastung des Vorstandsteams, die daraufhin einstimmig erfolgte.

Nach einem Bericht über den Synodalen Weg von Rita Geißler gab es noch eine rege Diskussion über die Rolle der Frau in der Kirche und wie der Zweigverein für eine Veränderung der derzeitigen Situation eintreten kann. Der Diözesanverband Würzburg ist sehr engagiert und ruft zu Aktionen unter Maria 2.0 auf. Dem will sich das Vorstandsteam anschließen und im kommenden Jahr eine Veranstaltung zu dem Thema anbieten.

Bereits zum dritten Mal machten sich Frauen aus dem Raum Marktheidenfeld auf Einladung des kath. Zweigvereins des KDFB Marktheidenfeld auf den Weg, um auf dem Main-Taubertal-Jakobsweg zu pilgern.

Zu dieser Etappe, die von Gamburg nach Tauberbischofsheim führte, hatten sich 20 Pilgerinnen eingefunden. Vorbereitet und begleitet wurde diese Etappe von Vorstandsmitglied und geistlicher Beirätin Rita Geißler. Für jede Teilnehmerin war ein Pilgerheft mit Texten vorbereitet.

Das gemeinsame Unterwegssein als Bild für das Leben war ein Gedanke, der die Pilgergruppe auf dem Weg begleitete. „Achtsamkeit“, „Schönheit wahrnehmen“, „Aufrecht gehen“, „Rastplatz zum Auftanken“ waren einige der Themen unterwegs.

Der Weg führte an der Gamburg, am Naturschutzgebiet „Apfelberg“ auf der Höhe über dem Taubertal entlang. Immer wieder gab es an besonderen Plätzen Impulse und Denkanstöße. Gebete und Lieder, der Austausch im Gespräch, aber auch Körperübungen, ein Tanz und das bewusste Gehen in Stille über eine gewisse Distanz waren wohltuende Elemente dieses Weges.

Ein inspirierender Pilgertag“ so eine Teilnehmerin am Ende des Weges in der St. Martinskirche in Tauberbischofsheim, „mit vielen Impulsen, anregender Stille, Gesprächen und zur körperlichen Stärkung Selbstgebackenem. Das hat mir gut getan.“

Im nächsten Jahr ist eine weitere Etappe geplant, von Tauberbischofsheim nach Lauda. Nähere Informationen hierzu werden rechtzeitig bekannt gegeben.

 Der KDFB- Zweigverein Kath. Frauenkreis Marktheidenfeld feierte am Samstag, 19.06.2021 zu seinem 40+1.Jubiläum einen Dankgottesdienst.

Da im vergangenen Jahr coronabedingt der Gottesdienst nicht stattfinden konnte, wurde er nun nachgeholt. Musikalisch umrahmt wurde er von Rudi Leutbecher an der Orgel und Kerstin Mayer mit Gesang.

Bei der Begrüßung fasste Vorstandsmitglied Christina Schlembach kurz zusammen, was der Frauenkreis in den vergangenen 41 Jahren geleistet hat: „Wir haben uns mit kirchlichen, sozialen und politischen Themen beschäftigt. Unser Hauptaugenmerk lag aber in der Mitgestaltung des Kirchenjahres in unserer Gemeinde. Unser Dank gilt den Mitgliedsfrauen, die den Verband bis hierher mitgetragen haben.“

Im Predigtgespräch wurden auch die Sorgen des Verbandes angesprochen: Wie sieht die Zukunft der Kirche aus und wie die des Verbandes? Gelingt die Weitergabe der Frohen Botschaft in einer geschwisterlichen Kirche? Das Evangelium vom Sturm auf dem See schenke Hoffnung in der heutigen Situation: Mit Jesus im Lebensboot kann jede Krise gemeistert werden.

Im Anschluss gab es einen kleinen Sektumtrunk auf dem Kirchplatz.

Der KDFB Marktheidenfeld hat am Sonntag, 2. Mai 2021, zur traditionellen Maiandacht am Kreuzberg eingeladen. Unter Beachtung der aktuellen Hygienevorschriften fand die Andacht unter dem Thema „Maria singt ein Lied der Hoffnung“ unter freiem Himmel statt. Marlies Grollmann und Thomas Grön haben mit Marienliedern die Andacht musikalisch mitgestaltet. Mit einem kleinen Rollenspiel und das Schmücken eines dürren Zweiges mit Blüten wurde das Thema ansprechend und abwechslungsreich den zahlreichen Besuchern vermittelt. Diese zeigten sich dankbar für die Möglichkeit, einen Gottesdienst unter freiem Himmel zu feiern und gingen gestärkt mit hoffnungsvollen Gedanken nach Hause.

Mit einem Thesenanschlag an Dom- und Kirchentüren im gesamten Bundesgebiet setzt sich die Reformbewegung Maria 2.0 für eine zukunftsfähige katholischen Kirche ein. Damit wendeten sich die Aktivisten am Wochenende vor der virtuellen Vollversammlung der Deutschen Bischöfe erneut mit ihren Forderungen nach Veränderungen in der katholischen Kirche an die Öffentlichkeit. Auch das Vorstandsteam des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) Marktheidenfeld steht hinter den Forderungen der Thesen Maria 2.0

Hier die 7 Thesen von Maria 20.pdf 

Als Vorstand des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) Frauenkreis Marktheidenfeld möchten wir zur geplanten Schließung folgende Stellungnahme abgeben:

Der KDFB Frauenkreis Marktheidenfeld war vor 35 Jahren Gründungsmitglied der Patientenbibliothek am damaligen Krankenhaus Marktheidenfeld. Seit dieser Zeit wurde die Bücherei organisatorisch von uns ehrenamtlich geführt und verwaltet. Zur Zeit engagieren sich sechs Ehrenamtliche im Büchereidienst. In all den Jahren haben unsere ehrenamtlich Tätigen hohe Wertschätzung ihrer Arbeit durch die Patienten des Krankenhauses, der geriatrischen Reha, der Bewohner der Senioreneinrichtung und durch das Personal erfahren. Die hohe Anzahl an Ausleihen der Bücher und Medien belegen dies.

Umso weniger können wir daher zum einen die Art und Weise der Übermittlung der Nachricht zur Schließung der Bücherei und zum anderen die Notwendigkeit der Schließung verstehen.

Vor zwei Wochen hat die Krankenhausleitung der Leiterin der Patientenbibliothek, Frau Zenglein, mitgeteilt, dass zum Ende des Jahres der Bücherdienst zu beenden sei. Diese Nachricht hat uns sehr überrascht, da bislang ein diesbezügliches Vorhaben nie thematisiert wurde. Letzte Woche konnte der Abbau des Computers im Büchereizimmer gerade noch gestoppt werden. Dieses insgesamt überstürzte Vorgehen und der aufgebaute Zeitdruck kann von uns und unseren Ehrenamtlichen nicht nachvollzogen werden.

Wir können verstehen, dass coronabedingt eine Durchführung des Büchereidienstes momentan nicht möglich ist. Auch verstehen wir, dass das Büchereizimmer im Zuge der Umbaumaßnahmen des Eingangsbereiches benötigt wird.

Nicht verstehen können wir allerdings, dass im Zuge dieser Maßnahmen die Patientenbibliothek auf Dauer beendet werden soll.

Frau Zenglein nimmt als Leiterin der Patientenbibliothek regelmäßig an bundesweiten Treffen mit anderen Büchereileiterinnen von Krankenhäusern teil. Dieser Dienst wird in anderen Kliniken großenteils mit neben- bzw. hauptamtlichen Kräften durchgeführt. Diese Kliniken sehen also einen solchen Dienst als so wertvoll für ihre Patienten an, dass sie im Personalbereich Kosten generieren.

Im vergangenen Jahr hatten wir ca. 2500 Ausleihen von Büchern und Medien. Zu je einem Drittel kamen die Nachfragen von der Senioreneinrichtung, von der geriatrischen Reha und vom Personal. Es hat sich gezeigt, dass insbesondere die Patienten der geriatrischen Reha das Angebot mit steigendem Interesse angenommen haben, da diese im Gegensatz zu den Krankenhauspatienten eine wesentlich längere Verweildauer haben.

Für sie stellt neben der Beschäftigung mit unseren Medien die soziale Komponente durch Gespräche über die Ausleihe eine willkommene und freudig angenommene Bereicherung ihres Alltags dar. Dies haben wir durch zahlreiche Rückmeldungen erfahren. Wir sind der Meinung, dass auch diese Dienstleistung - neben der ärztlichen und pflegerischen Betreuung- als ein Element der sehr guten Bewertung der geriatrischen. Reha in Marktheidenfeld gesehen werden kann.

Auch das Personal nimmt unser Angebot sehr gerne wahr, da die Ausleihmöglichkeit vor Ort eine willkommene Zeiteinsparung darstellt und sie zudem eine qualitativ hochstehende Beratung erfahren.

Auf Nachfrage an die Krankenhausleitung welche Gründe zu der Entscheidung zur endgültigen Schließung des Krankenhausbüchereidienstes geführt hätten wurde uns mitgeteilt, dass es sich um keine Schließung der Bücherei sondern um eine „Umstrukturierung“ in eine „kontaktlose“ Bücherei handle. 

Normalerweise bedeutet kontaktlose Bücherei, dass zunächst die Bücher vom Nutzer bestellt werden (per e-mail oder Telefon). Dann findet auf Wunsch eine Beratung (per mail, telefonisch) über die infrage kommenden Bücher statt. Danach werden die Bücher an den Besteller geliefert. Nach der Rückgabe werden die Bücher gereinigt, desinfiziert und zeitversetzt wieder weiterverliehen. 

Die besondere Marktheidenfelder Variante sieht allerdings vor, die Bücher in Bücherschränke zu stellen an denen sich die Patienten selbst bedienen können. Diese Bücher sollen dann nicht mehr zurückgegeben werden, sondern für immer bei den Patienten verbleiben. 

Dies bedeutet aber de facto eine Schließung der Bibliothek, weil nach einiger Zeit keine Bücher mehr vorhanden sein werden. 

Für uns ergeben sich daraus verschiedene Fragen: 

  • Ist diese Marktheidenfelder Variante denn sinnvoll und angemessen für hochbetagte Menschen in geriatrischer Reha und der Senioreneinrichtung? 
  • Ist nicht der ausschlaggebende Charakter der bisherigen Form gerade der Kontakt zwischen den Patienten und den Büchereimitarbeiterinnen? Die aktuellen coronabedingten eingeschränkten sozialen Kontakte belegen deutlich, wie wichtig zwischenmenschliche Begegnungen generell sind. 
  • Warum will man durch die Schließung der Bücherei den Patienten diese wichtigen Kontakte nehmen? 

Es versteht sich von selbst, dass in der augenblicklichen Situation eine persönliche Buchausleihe in einer medizinischen Einrichtung nicht möglich ist. Dies darf jedoch nicht zum Anlass genommen werden, die Bücherei in ihrer bisherigen Form für immer zu schließen.

Daher bittet der KDFB Vorstand die politischen Entscheidungsträger auf die Klinikleitung einzuwirken diesen Entschluss noch einmal zu überdenken. Oder sieht so eine künftige neue geriatrische Welt am Standort Marktheidenfeld aus? Kontaktlos!

  

Vorstandsteam

KDFB Frauenkreis Marktheidenfeld

Wie können wir die Beschäftigten in den Pflegeeinrichtungen unsere Wertschätzung ausdrücken?“, diese Frage stellte sich das Vorstandsteam des KDFB Zweigvereins Kath. Frauenkreis Marktheidenfeld.

Durch die ehrenamtliche Tätigkeit des KDFB in der Patientenbibliothek am Krankenhaus Marktheidenfeld gewann man über Jahre Einblick in die anstrengende Arbeit der Pflegekräfte und ihren unermüdlichen Einsatz für die Bewohner*innen. Zudem werden immer mehr Mitgliedsfrauen pflegebedürftig und fühlen sich gut aufgehoben in den örtlichen Einrichtungen.

520 Tüten mit Mangoengeln und einem ermutigenden Text wurden in den vergangenen Tagen im Weltladen und von fleißigen Helferinnen zuhause verpackt.

Mindestens so viele Menschen arbeiten als Schwester, Pfleger, Betreuungsassistent/in, als Beschäftigte in Verwaltung, Reinigung, Hauswirtschaft in den 4 stationären Pflegeeinrichtungen im Gebiet der Pfarreiengemeinschaft „St. Laurentius am Spessart“. Dazu kommt noch die ökumenische Sozialstation St. Elisabeth mit der ambulanten Pflege und den angeschlossenen Wohngemeinschaften.

Die Idee des KDFB Zweigvereins Marktheidenfeld, die Menschen und ihre Arbeit zu würdigen, fand schnell Zustimmung und finanzielle Unterstützung bei folgenden Kooperationspartnern:

  • Juliusspitalstiftung Rothenfels
  • Kolpingfamilie Marktheidenfeld
  • Evangelische und Katholische Pfarrgemeinde
  • Lionsclub St. Laurentius Marktheidenfeld.

Noch rechtzeitig vor dem Lock-down wurden die Geschenke in die Einrichtungen überbracht.

Es soll ein Zeichen der Wertschätzung sein für den Dienst, den die Pflegenden und die anderen Beschäftigten leisten. Darüber hinaus ist den Kooperationspartner wichtig sich dafür einzusetzen, dass die Arbeitsbedingungen für die Pflegenden und die anderen Mitarbeiter*innen verbessert werden. Die Pflegearbeit muss angemessen entlohnt werden, ist ein dringendes Anliegen des Vorstandsteams. Eine rasche Höhergruppierung der in der Pflege Beschäftigten in den Tarifverträgen sieht es als konkreten Ansatzpunkt. Über den Pflegeschlüssel werde schon lange diskutiert. Die Corona – Pandemie und die hohen Fallzahlen in den Einrichtungen verschärfen die Situation noch einmal mehr. „Handeln - nach Worten“ ist die Aufforderung der Kooperationspartner an die politischen Entscheidungsträger.

Das kleine Geschenk - eine Tüte fair gehandelte Mangoengel - hat noch einen weiteren positiven Aspekt, der über den Tellerrand reicht: Mit dem Kauf dieser Mangoengel im Weltladen und dem damit verbundenen fair gezahlten Preis werden 500 Familien als Kleinbauern in den Philippinen, die von der Corona Pandemie stark betroffen sind, unterstützt und der Einsatz für Kinderrechte gefördert. 

Erntedank im Supermarkt am 30. September 2020 im E-Center Marktheidenfeld.

Herr Weidenhammer vom E-Center Marktheidenfeld hatte den Supermarkt dankenswerterweise für diese besondere Form des Erntedanks zur Verfügung gestellt. Ein zum Nachdenken anregender Rundgang führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorbei am Obst- und Gemüsestand, an der Kühltheke, am Eierregal, durch die Gänge bis zur Kasse.

Gemeindereferent Peter Schott warf die Frage auf, wo wirklich noch Früchte und Gemüse geerntet werden. Nur wenige haben noch einen Garten zuhause. „Die Ernte findet also im Supermarkt statt“.

In der Obstabteilung lagen Früchte aus Ghana, aus der Türkei, aus Neuseeland, aus Griechenland.  „Viele Länder, aus denen die Früchte kommen, bekriegen sich“, sagte Peter Schott, „keiner Traube würde es einfallen, mit den Orangen einen Krieg anzufangen. Das haben die Früchte den Menschen voraus. Sie liegen friedlich nebeneinander.“

Beim Eierregal stellte Peter Schott fest, dass es immer mehr Eier aus biologischer Erzeugung oder Freilandhaltung gibt, ja inzwischen auch schon Eier aus Hühnerfarmen, die die männlichen Küken leben lassen.  Diese Eier sind zwar teurer, aber da könne man sich ja fragen: Was ist mir ein Ei wert.

Als wichtigen Aspekt nannte Peter Schott die fairen Preise für die Landwirte. Am Beispiel eines Joghurtglases erläuterte er, wie viele tausend Kilometer zusammen kommen, bis es im Regal eines Supermarktes steht.

Die Teilnehmer bekamen den Auftrag, ein Lebensmittel wie zum Beispiel Kaffee, Reis, Brot, Schokolade -coronabedingt  nur mit den Augen- auszuwählen und ihre Entscheidung zu begründen. Dem Referenten war es dabei wichtig, dass sich die Teilnehmer Gedanken darüber machen, wie  das Produkt verpackt ist, ob es regional , bio oder fair gehandelt ist. Die große Auswahl erschlägt einen manchmal, es  müssen viele Entscheidungen getroffen werden, das überfordert oft die Menschen beim Einkaufen, so die Resonanz der Teilnehmer.

Bei der Kasse gab Peter Schott Anregungen zum Warten. „Warten Sie geduldig oder ungeduldig? Schauen Sie beim Warten doch in den Einkaufswagen und sagen vielleicht Danke für diese Ernte. Im Abschlussgebet wurde für die reiche Ernte in den Regalen gedankt und für die Menschen, die von der Ernte auf den Feldern irgendwo auf der Welt bis zum Verkauf im Supermarkt, arbeiten.

Aufgrund der Corona Pandemie hat sich unser aller Leben verändert und viele alltäglichen Normalitäten werden in Frage gestellt, verändert oder neu entdeckt. Auch das Verbandsleben bei uns im Frauenbund gestaltet sich neu und es ist sicher eine Herausforderung auf Distanz zusammen zu stehen und sich gegenseitig im Blick zu behalten. Wir sind zuversichtlich, dass wir die kommenden Wochen positiv gestalten können und freuen uns ein persönliches Wiedersehen und viele schöne Begegnungen.

 

Derzeit ist noch unklar, welche kommenden Veranstaltungen des KDFB Marktheidenfeld e.V. stattfinden können.

Alle im November 2020 geplanten Veranstaltungen müssen wir leider aufgrund der angespannten Corona Situation absagen, ebenso unser adventlicher Nachmittag im Dezember. 

Wie es mit allen weiteren Programmpunkten unseres Jahresprogrammes aussehen wird, ist zum jetztigen Zeitpunkt noch nicht klar. Wir werden Sie darüber informieren, sobald Entscheidungen getroffen wurden.
Auf den Seiten des KDFB Bundes- und Landesverbandes gibt es viele Anregungen, Informationen und Ideen, die Sie persönlich unterstützen können. Schauen Sie rein und lassen sich anregen, vielleicht auch zu Aktionen mit neuen Wegen und neuen Zielen:

#frauenbundhilft - KDFB Bundesverband Hilfreiche Links zum Umgang mit Corona

Aktion "Schenk Dein Lächeln" - KDFB Landesverband

Wir wünschen Ihnen, Ihren Familien und allen in Ihrem Umkreis alles Gute, viel Gesundheit und Gottes Segen in der kommenden Zeit.

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